Die Groma gehörte zur Grundausstattung jedes Agrimensor bzw. Gromatici
(römischer Landvermesser) für das Abstecken von rechten Winkeln.
Nach ihrem wichtigsten Instrument wird die römische Feldmesskunst Gromatik genannt.
Die Groma kam bei der Gründung von Lagern, Kastellen und Städten, sowie den zahlreichen
Limitationen (Aufteilung des Nutzlandes durch Vermessung) zum Einsatz. Das Gerät war auch
für die Absteckung von Brücken und Aquädukten geeignet.
Im römischen Bauwesen regierte die Standardisierung. Einteilungen in sogenannte
„Insulae“ (genormte Parzellen) liegen fast jeder römischen Stadt- oder Siedlungsplanung
zugrunde, die jeder römischen Stadt ihr typisches Aussehen gaben.
Nachdem der Mittelpunkt im Gelände festgelegt worden war, zog man mit Hilfe der Groma eine
gerade Linie und steckte im rechten Winkel zu dieser eine zweite gerade Linie ab. Damit waren
die Achsen und Hauptstraßen festgelegt
Die Groma wurde in der Zeit von 300 v. Chr. bis 400 n. Chr. benutzt.
Das Modell im Hutter-Museum Raum 1 basiert auf einem Fund 1912 aus dem „Hause des Feldmessers Verus aus Pompeji“, sowie daraus resultierend, eine Rekonstruktion aus den 1920er Jahren von Matteo della Corte.
Anhand einer Funktionsbeschreibung sowie kleinen Groma-Modellen kann Jung und Alt die Einmessverfahren nachstellen.
Groma-Demonstrations-Modell Maßstab 1:2
WITTMANN WERNER