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Die „Schusterheiligen“

Crispin und Crispinian 

Der Förderverein Hutter-Heimatsammlung bedankt sich bei Doris und Hans Knäusel für die großzügige Schenkung.

Die beiden Brüder Crispin und Crispinian stammten aus einer vornehmen römischen Familie. Sie lebten in Rom im 3. Jahrhundert nach Christus und bekannten sich zum Christentum.
Diokletian war von 284 – 305 römischer Kaiser. Er reformierte das große römische Reich mit strenger Hand und veranlasste eine grausame Christenverfolgung.
Crispin und Crispinian wollten sich dieser Verfolgung entziehen und flohen nach Soissons (heute Frankreich).
Sie arbeiteten dort als Schuhmacher.
Für arme Menschen fertigten sie kostenlos Schuhe.
Die Christenverfolgung erreichte sie aber auch in Soissons.

Im Jahr 287 wurden sie ergriffen, gefoltert und schließlich hingerichtet.
Die Christenheit verehrt sie als Märtyrer.
Auf Bildern oder Statuen werden sie mit Schuhmacherwerkzeug als Kennzeichen (Attribut) dargestellt.
Ihr Gedenktag ist der 25. Oktober.

 

Auf der rechten Seite der Darstellung sieht man die beiden Brüder bei ihrer Arbeit als Schuhmacher. Vor ihnen sitzen auf dem Boden die Lehrlinge und helfen mit.
Auf der linken Seite sitzt Jesus, dem von einem der Brüder neue Schuhe angepasst werden.
Darüber sieht man die typischen Leisten für die Herstellung von Schuhen an der Wand aufgereiht.
In der linken oberen Ecke beobachtet ein Engel die Szene.
Das Bild ist wohl im 19. Jahrhundert als Votivbild gemalt worden.

 Eine andere Geschichte….

Die Märtyrer sind Schutzpatrone der Schuhmacher, Sattler und Gerber – eigentlich aller Lederberufe. Und weil diese auch von eher schmächtigen Männern – im Gegensatz zum Schmied oder Bergmann – ausgeführt werden konnten, entstand daraus wohl im Bayerischen ein Synonym für einen schwächlichen oder auch gebrechlichen Mann:

das Grischperl/ Krisperl

Zu sehen in Raum 5     (Schusterwerkstatt)

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