Ringwall Keckenberg

Nördlich von Sittenbach befindet sich auf einer Anhöhe, nahe des Steinfurter Baches, der Ringwall „Keckenberg“. Eine ovale bis rhombische Grundfläche von etwa 60 x 65 m wird von Wällen und Gräben eingefasst, die heute vor allem an der Ost- und Südseite noch gut erkennbar sind.  Die Form der Befestigung verweist auf eine Anlage des frühen oder älteren Mittelalters (9.-11. Jh.). Zu dieser Zeit bestehen Burgen typischerweise aus Ringwallanlagen und Abschnittsbefestigungen in verkehrsgünstigen Lagen an Wegen und Wasserläufen, z.B. in Spornlagen bei Flussschleifen wie auch beim Ringwall „Keckenberg“. Die Befestigungen weisen häufig einen geometrischen, d.h. rechteckigen, halbkreisförmigen oder runden bis ovalen Grundriss auf.*)

Mittelalterliche Funde gibt es bislang nicht.

*)“Archäologie in Bayern – Fenster zur Vergangenheit“,
herausgegeben von der Gesellschaft für Archäologie in
Bayern e.V. in Verbindungmit dem Bayerischen Landesamt
für Denkmalpflege, zusammengestellt von Dr. C. Sebastian
Sommer, Regensburg (Pustet), 2006, S.278

Im Mittelalter ist allerdings bei Sittenbach eine Burg oder befestigte Anlage (Keckenberg/Keckenburg) historisch genannt, die 1788 als „Schänzel“ bezeichnet wurde. 

Friedrich Hector Graf von Hundt fertigte von dem Burgstall schon um 1855 eine Zeichnung an und wies darauf hin, dass der Kiesabbau die Anlage stark bedroht.

„Die Reste der Burg Sittenbach sind die besterhaltenen in unserem Landkreis, doch sind sie … stark bedroht durch Kiesgruben, die sich von Westen her in den Burghof fressen.“  Seitdem und spätestens seit den 1970iger Jahren sind ein Teil der Anlage zerstört.

Ringwall am Keckenberg

Standort „RINGWALL KECKENBERG“
nördlich von Sittenbach
Gemeinde Odelzhausen
Tafelstandort-Koordinaten
DEZIMAL 48.333088 11.230195
UTM 32U 665283 5355726

Standort Infoschild im Bayern-Atlas

Der Ringwall ist heute als Bodendenkmal eingetragen und darf nicht beschädigt oder befahren werden.

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