Römerstraßendamm im Lichtholz

Teilstück der sog. Isartalstraße

Bei der Römerstraße im „Lichtholz“, zwischen  Markt Indersdorf und Gut Häusern, handelt es sich um einen erhaltenen römischen Straßendamm. Diese sog. „Isartalstraße“ verband einst die römische Provinzhauptstadt Augsburg mit dem Kastell Moos-Burgstall, gelegen an der Mündung der Isar in die Donau. Die Straßenverbindung wurde bereits im 1. Jh. n. Chr. angelegt, um das Kastell am Donaulimes mit Lebensmitteln zu versorgen und möglichst rasch Soldaten an die Limes-Grenze zu verlegen.

Verkehrsverbindungen und Kastelle

Standort „Römerstraßendamm 
im Lichtholz
Gemeinde Markt Indersdorf
Tafelstandort-Koordinaten
DEZIMAL 48.351268 11.41519
UTM 32U 678955 5358157

Standort Infoschild im Bayern-Atlas

Westlich des Golfplatzes von Gut Häusern ist die römische Trassenführung noch gut sichtbar und aufgrund ihrer Konstruktionsweise sicher zu datieren. Römische Straßen waren im Dachauer Land die ersten gebauten Straßenkonstruktionen – zuvor und auch im Mittelalter waren Straßen häufig nur ausgetretene unbefestigte Wege.  Unterbau und Straßenbelag wurden in römischer Zeit aus ortstypischem Kiesschotter konstruiert, der aus unmittelbar parallel zur Straße angelegten Materialentnahmegruben gewonnen wurde. Damit findet man verschiedenste Unterbau-Materialien, abhängig von den verfügbaren Materialien vor Ort. Die so aufgeschütteten Dämme erreichten Mächtigkeiten zwischen 1 m und 1,4 m. Dabei wurde versucht, durch Wölbung zur Straßenmitte hin das Regenwasser in zwei beiderseits der Straße ausgehobenen Gräben abzuleiten. Diese und die Materialentnahmegruben sowie die Straßenschüttungen sind manchmal – wie hier – noch im Gelände erhalten.

Eine Befestigung der Oberfläche, wie sie beispielsweise aus Pflasterungen in Italien bekannt sind, existierte im Dachauer Land nicht.  

Bodendenkmäler sind das gemeinsame Kulturgut aller Menschen, die es zu schützen und zu erhalten gilt.

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