Westlich des Golfplatzes von Gut Häusern ist die römische Trassenführung noch gut sichtbar und aufgrund ihrer Konstruktionsweise sicher zu datieren. Römische Straßen waren im Dachauer Land die ersten gebauten Straßenkonstruktionen – zuvor und auch im Mittelalter waren Straßen häufig nur ausgetretene unbefestigte Wege. Unterbau und Straßenbelag wurden in römischer Zeit aus ortstypischem Kiesschotter konstruiert, der aus unmittelbar parallel zur Straße angelegten Materialentnahmegruben gewonnen wurde. Damit findet man verschiedenste Unterbau-Materialien, abhängig von den verfügbaren Materialien vor Ort. Die so aufgeschütteten Dämme erreichten Mächtigkeiten zwischen 1 m und 1,4 m. Dabei wurde versucht, durch Wölbung zur Straßenmitte hin das Regenwasser in zwei beiderseits der Straße ausgehobenen Gräben abzuleiten. Diese und die Materialentnahmegruben sowie die Straßenschüttungen sind manchmal – wie hier – noch im Gelände erhalten.
Eine Befestigung der Oberfläche, wie sie beispielsweise aus Pflasterungen in Italien bekannt sind, existierte im Dachauer Land nicht.